Knittel-Update | 10.07.2009
Von den Bundesbürgen gelten 8 % als behindert. Offiziell zählen dazu nur Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50.
Im "Versorgungsamt Report" von Dieter Schneider werden weitere Missstände aufgedeckt und mit statistischen Daten belegt. Er zählt bei den Anträgen auf Anerkennung als Behinderter 80 verschiedene Formulare. Zum 1. Januar 2009 hat beispielsweise das Land Nordrhein-Westfalen die Zuständigkeit auf die Kommunen übertragen. Statt bisher 11 Versorgungsämter verwalten 48 Ämter die Betroffenen.
Die Versorgungsämter beurteilen mit unterschiedlichen Maßstäben, so ist es beispielsweise in Trier (170 Fälle unter 1000 Einwohner) einfacherer als Behinderter anerkannt zu werden als in Ravensburg (48 Fälle unter 1000 Einwohner). Für die Behinderten hat die unterschiedliche Bewertung materielle Folgen bei steuerlichen Freibeträgen und u.a. bei Vergünstigungen für Eintrittskarten oder Fahrkarten.
Siehe auch Praxisfall des Monats, Juli 2009.